Zum Burgstall „Altes Haus“ auf der Mühlkoppe


„Burgstall“ ist die fachliche Bezeichnung für die Stelle einer abgegangenen Burg, von der nur noch die Bodenspuren erkennbar sind. Die ehemalige Wehranlage dürfte aus dem 13. Jahrhundert sein, was aber leider eine Vermutung bleibt, da keine geschichtlichen und urkundlichen Erwähnungen auffindbar sind.

Der Kartograf Paul Pfinzing hat in seiner Karte des Pflegeamtes Hersbruck von 1596 noch deutliche Ruinenreste eingezeichnet und diese mit „Altschlos“ vermerkt. Dies ist ein Nachweis dafür, dass die vorhandenen Mauern erst nach dem 16. Jahrhundert verfielen und verschwanden.

Die ehemalige Wehranlage gliedert sich in eine Unter- und Oberburg, die Steilhänge im Westen und Norden boten ihr einen natürlichen Schutz. Die Südostseite mit dem Zugang steigt flacher an und musste deshalb entsprechend gesichert werden.

Die eiförmige Fläche der Oberburg ist ca. 50 m lang und ca. 20 m breit. An ihrer Südostecke findet man einen flachen, übergrasten Wallrest als letzte Spur der einstigen Aussenmauern. Etwa 3 m tief lag die Unterburg und bildete an der Zugangsseite ein etwas grösseres Vorplateau und lief dann zwingerartig der steilen Westseite entlang bis zur Nordspitze. Schwache Wallreste deuten auch hier noch die letzten Reste der Aussenmauer an.

Weitere Wallreste ausserhalb des Burgbereichs lassen vermuten, dass die Burg im Bereich einer vorgeschichtlichen Wallanlage erbaut wurde.

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